Software-Updates: Aperture 3 und CDFinder 5.7
Geschrieben von admin in Apple, Foto, GPS, Karte, Mac, Software, Test, tags: Aperture 3, CDFinder 5.7Jetzt ist das Thema Geotagging sicher offiziell im Mainstream angekommen: Die Profi-Software Aperture 3 von Apple übernimmt die “Orte”-Funktion aus iPhoto, und weil der große Bruder natürlich immer auch etwas mehr können muß, ist es in Aperture sogar möglich, die Orte aus einem GPX-Track Bildern zuzuordnen. Das klappt auch ganz leidlich, Aperture zeigt die GPX-Spur in der Karte an, und erlaubt die Zuordnung.
Wenn die Kamera allerdings die falsche Zeitzone eingestellt hatte, und damit ein Offset nötig ist, muß schon beim Import der Bilder in Aperture die passende Zeitzone ausgewählt sein, damit die korrekte Zuordnung auch klappt.
Doch leider ist die GPS-Unterstützung wie auch schon in iPhoto eher halbfertig. Zwar erkennt Aperture die GPS-Koordinate und auch die optionale Höhenangabe, aber etwa die ebenfalls sehr interessante Blickrichtung (Kompass) wird nicht erkannt oder benutzt. Das ist schade, und bei einem Profi-Programm wie Aperture ungewöhnlich. Auch die Integration der Karten in das Programm ist irgendwie merkwürdig. Ich kann nicht irgendwo ein Bild auswählen, und einfach mal schnell auf der Karte nachschauen, wo es aufgenommen wurde. Statt dessen klickt man viel und oft in der Karte herum, und ab und zu zeigt Aperture dann auch die passende Stelle an. Seltsam. Überhaupt klumpt Aperture auf der Geländekarte alle Bilder mit weniger als etwa 100 m Abstand zu einem Punkt zusammen, ob man will oder nicht. Nur die Straßenkarte hat eine deutlich bessere Auflösung, aber eine ganz exakte Darstellung gelingt auch damit nicht so recht. Ganz nett ist die hierarchische Darstellung der Orte im Kopfbereich der Karte mit Aufklappmenüs gelöst (Land, Bundesstaat, Ort, Punkt), darüber kann man etwas besser navigieren als in der Auswahl der Bilder selbst. Aber auch die leidet an einer stelleneise knappen Point-Of-Interest Datenbank, etwa werden einige Photos am Südende des Grand Canyon fälschlicherweise der Stadt Williams zugeordnet, wie man auf dem Screenshot sehen kann. Und das simple Auswählen eines Ortes über diese Menüs im Kopfbereich zeigt dann nicht etwa diesen Ort dann in Groß auf der Karte, oh nein. Oft verschwinden danach einfach alle Bilder von der Karte, und die Klickerei beginnt von vorne.
Die vielen weiteren Bugs trüben die Arbeit mit der Software ebenfalls. Wenn ich ein mühsam auf der Karte gefundenes Bild etwa zu Flickr hochladen möchte, geht das schlicht und ergreifend nicht. Die entsprechende Taste im Kopfbereich von Aperture funktioniert nur bei ausgewählten Bildern in der Projektliste. Die neue Facebook-Anbindung ist genauso zickig.
Auf einem MacPro mit 8 Kernen ist die Geschwindigkeit von Aperture auch nach dem Update auf 3.0.1 eher gemütlich. Der Import von 1300 RAW-Bildern dauerte erstaunlich lange. Zwar zeigte Aperture sofort kleine Vorschaubilder an, aber danach rechnete die Software lange Minuten mit dem Status “Verarbeiten…”, brachte die CPU dabei ins Schwitzen, und machte das Arbeiten währenddessen zu einer ruckeligen Angelegenheit.
Insgesamt ist Aperture 3 sicher kein Grund für die Entwickler ähnlicher Geotagging-Software, zu verzweifeln, im Gegenteil. Leider erlaubt Apple nur wenige spezifische Plugins, wie auch in der Vorversion ist in Aperture 3 nur der Export, oder das Bearbeiten von Bildern über die dokumentierte Erweiterungsschnittstelle möglich. Nützliche Geo-Funktionen, wie das Anzeigen eines Ortes in Google Earth oder ähnliches, lassen sich so nicht nachrüsten. Schade eigentlich, denn gerade “Auf der Karte zeigen…” im Kontextmenü für ein Bild wäre eine sehr wertvolle Funktion.
CDFinder 5.7
Seit kurzem kann auch CDFinder in seiner neues Version 5.7 Bilder selbst mit Geotags versehen. Das altgediente Katalogisierungsprogramm unterstützte ja schon einige Zeit die Geodaten und bot den GeoFinder zur Suche auch in sehr großen Archiven. Doch erst in der neuen Fassung kann das Programm auch selbst Geotags in Photos (JPG und RAW) hinein schreiben, und zwar mit Hilfe der eingebauten OpenStreetMap (oder zur Not auch mit Google Earth). Wie schnell und recht einfach das geht, zeigt der Entwickler in einem Video Tutorial:
Dabei geht CDFinder einen anderen Weg als iPhoto oder Aperture, denn CDFinder schreibt die Geotags direkt in die Originalphoto-Dateien hinein, und erst danach in seine eigene Datenbank. Das Problem des Aperture-Ansatzes ist nämlich, daß dessen “Orte” nur in der eigenen, undokumentierten Datenbank intern zur Verfügung stehen, eine Weiterverarbeitung in anderen Programmen damit erst nach einem verlustbehafteten Export des Bildes möglich ist. Da die GPS-Angaben aber wie die anderen EXIF-Informationen untrennbar mit dem Bild verbunden sein sollten, geht CDFinder eben genau den anderen Weg, und erleichtert damit möglicherweise den Workflow massiv. Und das passt ja auch zu dem Ablauf von CDFinder, stets eine aktuelle Katalogisierung der Originaldaten zum Suchen verfügbar zu haben.

Vor einigen Tagen war es nun soweit. Man konnte das bereits vorgestellte iLife 09 kaufen. Sicherlich wieder ein Programm in dem viele Menschen großer Erwartungen stecken. Aber werden Sie auch erfüllt? Als erstes möchte ich einmal kurz auf die neue überall groß angepriesende Gesichtserkennung eingehen. Viele Berichte im Netz gehen bereits sehr intensiv darauf ein. Für mich selber muss ich allerdings sagen, das ich doch mehr oder weniger davon enttäuscht bin. So lange ein Gesicht von vorne gut zu erkennen ist, wird das Gesicht auch gut erkennt. Dreht sich aber jemand zur Seite, klappt es schon meistens leider nicht mehr besonders gut. Lustig ist das auch mit besonderen Merkmalen wie zum Beispiel Bärte. Hat jemand einen sehr ähnlichen Bart, ist es nach iPhoto auch sehr oft die selbe Persion. Ein intensives Sortieren von Hand ist das Ergebnis. Für mich teilweise als nette Übersicht zu benutzen. Einen echte funktionierende Funktion ist das aber nicht. Neee….Apple….ist nicht so dolle!
Nun aber zu der Sache worum es hier im Grund gehen sollte, die Anzeige von Geogetaggten Fotos. Und genau da muss ich gleich am Anfang das Gegenteil zur Gesichtserkennen berichten. Es klappt wirklich sehr gut. Aber warum sollte es auch nicht? Alle Foto die entsprechende Geotaggs besitzen werden gut in der Karte angezeigt. Auch mit meinem iPhone 1G klappt das sogar recht gut, da wir hier in Berlin extrem viele Funkzellen haben und sich das iPhone die Koordinaten aus den Standorten der Funkzellen holt. Dabei staunt man teilweise, wie genau die Koordinaten dann stimmen. Eine Genauigkeit mit dem 1G von ca. 20-30 Meter ist dabei keine Seltenheit. Mit einem neuen iPhone das natülichh durch den eingebauten GPS-Empfänger noch viel besser.
Die Anzeige der Karten in iLife ist gut und absolut gut zu gebrauchen, um sich eine schnelle Übersicht zu verschaffen. In der Praxis absolut tauglich. Dinge wie Umschaltung der Darstellung etc. ist dabei selbstverständlich alles enthalten. Allerdings funktioniert die ganze Anzeige in den Karten nur, wenn auch eine Internet-Verbindung besteht. Eine Anzeige der Geogetaggten Fotos ohne Internet funktioniert nicht. Das sollte man bedenken.
Um genau zu sein, kann es sogar mehr als dass, denn Greasemonkey bietet spezielle Funktionen, die nur bei Benutzerscripten verfügbar sind. Es gibt eine Greasemonkey 


…so kann er was verzählen, heißt es in Matthias Claudius’ Urians Reise um die Welt. Das war schon immer so. Aber mit GPS kann man noch mehr erzählen. So sind die modernen GPS-Empfänger derart empfindlich, das sie in der Nähe eines Fluszeugfensters, die Route ohne Probleme mitloggen können. Da ich dieses ja bereits auf dem Island-Trip probiert habe ist bekannt. Diesmal nach Italien, wollte ich es aber genau wissen und haben die gesamte Strecke mitgetaggt. Abflug Berlin-Tegel, zwischen Stop in Rom mit anschl. dortigen Umsteigen in eine andere Maschine. Alles prima und sauber mitgetaggt. Dabei erkennt man sehr gut das die Flugkorridore nicht immer der kürzeste Weg ist. Schleifen, Biegungen und teilweise merkwürdige Richtungen sind sehr gut zu erkennen. Es macht wirklich viel Spass sich die Strecke anschl. auf Google-Earth anzuschauen. Eine tolle und interessante Spielerei.




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